Die Kakao-Kultur folgt dem Äquator:

Geografie und Geschichte des KakaoMaya König mit Schokoladenkelch

Die heutigen Anbauregionen des Kakaos liegen klimabedingt zwischen dem 18. Breitengrad nördlich und dem 15. Breitengrad südlich des Äquators.

Für unsere neuen, sortenreinen Ursprungsschokoladen haben wir Kakaosorten aus Ecuador (Arriba), Venezuela (Rio Caribe) und Trinidadausgewählt. Schon lange bevor Columbus die neue Welt entdeckte und Cortez sie eroberte, war die Frucht des Kakaobaums hochgeschätzt.

Sowohl bei den Maya als auch den später herrschenden Azteken war der Kakao ein bedeutender Bestandteil ihrer Kulturen und wurde sogar als Zahlungsmittel verwendet.
Vor allem die Azteken haben besonderen Anteil an der Entstehung von Schokolade, da sie mit Xocolatl den ersten Schokoladentrunk herstellten. Hernando Cortez brachte Anfang des 16. Jahrhunderts den Kakao als Pflanze zur Kultivierung von Übersee nach Europa, allerdings ohne nachhaltigen Erfolg.
Das Klima für die Kakaobäume war einfach zu rau, da die Pflanzen ein feuchtwarmes, tropisches Klima benötigen.

Botanik

Der Kakaobaum gehört zur Familie der Sterculiaceae (Sterkuliengewächse) und besteht aus einem langen, dünnen Unterholzbaum, der im Schatten großer tropischer Bäume 10-15 m hoch werden kann.

Um die Arbeit auf den Plantagen zu erleichtern, wird er meist auf ca. 2-6 m zurückgestutzt. Der Baum benötigt zum Wachstum eine mittlere Jahrestemperatur von ca. 25°C bei hoher Luftfeuchtigkeit. Eine botanische Besonderheit ist die Stammblütigkeit (Cauliflorie), d.h. die Blüten wachsen nicht an Ästen, sondern direkt am Stamm, an dem gleichzeitig bereits Kakaofrüchte heranreifen.
kakaobaum und früchte
Die Haupterntezeit sind die Monate Oktober bis März; insgesamt trägt ein Baum ca. 20-50 Früchte pro Jahr. Die Kakaofrüchte sind gelb bis rotbraun, 7-10 cm dick, 15-20 cm lang sowie oval in der Form. Auch nahezu kugelrunde Varietäten kommen vor. Der Inhalt besteht aus 25-40 weißlichen bis violetten Samen, die in einer süßsäuerlichen Fruchtmasse eingebettet sind. Diese Samen bilden als Kakaobohnen den Rohstoff für die Kakaoerzeugnisse. Seinen botanischen Namen „Theobroma Cacao L.“ erhielt der Kakaobaum von dem schwedischen Naturforscher Carl von Linné, der eine umfassende Einteilung der Pflanzen vornahm.
Aus dem Griechischen übersetzt heißt dies „Speise der Götter“.